CARS Barometer Juni 2020

Als studentische Unternehmensberatung sehen wir uns in der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Um dieser Funktion aktiv nachzukommen, führen wir monatlich eine Umfrage zu tagesaktuellen Themen im Automobilhandel durch. Die Umfrage im Juni befasste sich mit Förderungen im Autohandel.
Wenn Sie ebenfalls im Autohandel tätig sind würden wir uns freuen, wenn Sie uns bei den nächsten Befragungen unterstützen und sich per Mail an barometer@cars-ac.de in den Verteiler aufnehmen lassen. 

Bei der Frage nach der Wirksamkeit einer Förderung speziell für die eigene Branche verglichen mit spartenübergreifender Förderung überrascht nicht nur das Ergebnis an sich, sondern vor allem die zu Grunde liegende Einstimmigkeit. Man ist sich einig, dass gesamtwirtschaftliche Förderung sinnvoller ist als die spezielle Förderung mancher Branchen.

Ein klares, wenn auch nicht positives, Bild ergibt sich aus den Antworten zur Frage nach dem Ausmaß der Umsatzeinbrüche der drei Hauptbereiche im Handel. Kumuliert rechnen die Branchenvertreter mit einem Umsatzeinbruch von genau 20 Prozent. Es wird erwartet, dass sich die negative Entwicklung am stärksten im Neuwagengeschäft zeigen wird.

Das am intensivsten von der Politik und dem Handel diskutierte Instrument zur Steigerung des Absatzes nach der Corona-Pandemie war die Kaufprämie für Neufahrzeuge. Ähnliche positive und wirkungsvolle Anreize wie die der als erfolgreich dargestellten Abwrackprämie sollten damit erreicht werden. 75 Prozent der Befragten sahen den Effekt allerdings nur kurzfristig positiv wirksam. Die angepeilte nachhaltige Wirkung blieb hingegen bei den Vertretern aus. 50 Prozent bewerten das Instrument retrospektiv sogar generell als eher negativ.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass jedes der sieben aufgeführten Instrumente als gegebenenfalls hilfreich eingestuft wurde. Vor allem finanzielle Soforthilfen in Verbindung mit klarer Kommunikation seitens der Politik sowie Verkaufsförderungen ausgehend von den jeweiligen Herstellern werden als sehr hilfreich eingeteilt. Lediglich Kaufprämien und Kreditstundungen sind im Vergleich eher unbeliebte Möglichkeiten.

Neben der zu Beginn schon erkennbaren Bedenken einer branchen- und innerhalb dieser sogar geschäftsbereichsspezifischen Förderung wird durch diese Grafik ein weiterer Hintergrund dieser Sorgen deutlich. Es wird nämlich befürchtet, dass sich Prämien negativ auf das Kaufverhalten der Kunden auswirken und somit maximal eine Verschiebung der Problematik erzielt werden kann, bei Weitem aber nicht die gewünschte Unterstützung für den Handel generell.

Sie benötigen für eine positive Umsatzentwicklung in 2020 Unterstützung bei der Entwicklung einer Strategie oder bei anderen Themen, bei denen wir als studentische Unternehmensberatung Sie unterstützen können?
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Vielen Dank für die Teilnahme an der Umfrage!