CARS Barometer Juli 2020

Ungewisse Zukunft

Wie die CARS Umfrage ergab, werden schon unter normalen Umständen weniger als die Hälfte der Auszubildenden nach Abschluss ihrer Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Auszubildende, die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb in eine Festanstellung übernommen werden, wechseln häufig den Beruf. Vor allem dann, wenn sie zwischenzeitlich längere Zeit arbeitslos sind, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Analyse 2017 festgestellt hat.

Jeder vierte Chef klagt über Berufsanfänger

Junge Berufsanfänger sind lustlos und gehen Probleme nicht systematisch an: Laut einer Studie sind 26 Prozent der deutschen Arbeitgeber mit dem Nachwuchs unzufrieden. Dies spiegelt sich auch in der CARS Umfrage wider. 80% der befragten Arbeitgeber bemängeln die Arbeitsmoral und Sozialkompetenz der Berufsanfänger. ​

Azubis werden auf Digitalisierung nicht vorbereitet

Der Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt: In der Ausbildung fehlt es an digitalen Lernmedien und der Vermittlung von digitalen Kompetenzen. Laut der CARS Umfrage fordert die deutliche Mehrheit der Befragten die Implementierung digitaler Arbeitsweisen. 

Bedarf von Fördermittel

Pro Jahr kostet die Ausbildung einen Betrieb im Durchschnitt 17.900 Euro brutto. Der größte Anteil davon ist die Ausbildungsvergütung. 60% der befragten Unternehmen wünschen sich höhere Förderungsansätze. 

Laut einer anderweitigen Umfrage zu folge, wissen viele ausbildenden Betriebe nicht, dass sie unter bestimmten Bedingungen Fördermittel vom Staat für Auszubildende erhalten können.

Mögliches Resultat des Azubi-Mangel -> Fachkräftemangel

Eine Fachkraft ist jemand, der eine spezielle Ausbildung abgeschlossen hat, also für spezifische Tätigkeiten qualifiziert ist. 

Durch den aktuellen Auszubildenden-Mangel befürchten 60% der Befragten Ausbildungsbetriebe in Zukunft eine Fachkräftemangel.

CARS Barometer Juni 2020

Als studentische Unternehmensberatung sehen wir uns in der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Um dieser Funktion aktiv nachzukommen, führen wir monatlich eine Umfrage zu tagesaktuellen Themen im Automobilhandel durch. Die Umfrage im Juni befasste sich mit Förderungen im Autohandel.
Wenn Sie ebenfalls im Autohandel tätig sind würden wir uns freuen, wenn Sie uns bei den nächsten Befragungen unterstützen und sich per Mail an barometer@cars-ac.de in den Verteiler aufnehmen lassen. 

Bei der Frage nach der Wirksamkeit einer Förderung speziell für die eigene Branche verglichen mit spartenübergreifender Förderung überrascht nicht nur das Ergebnis an sich, sondern vor allem die zu Grunde liegende Einstimmigkeit. Man ist sich einig, dass gesamtwirtschaftliche Förderung sinnvoller ist als die spezielle Förderung mancher Branchen.

Ein klares, wenn auch nicht positives, Bild ergibt sich aus den Antworten zur Frage nach dem Ausmaß der Umsatzeinbrüche der drei Hauptbereiche im Handel. Kumuliert rechnen die Branchenvertreter mit einem Umsatzeinbruch von genau 20 Prozent. Es wird erwartet, dass sich die negative Entwicklung am stärksten im Neuwagengeschäft zeigen wird.

Das am intensivsten von der Politik und dem Handel diskutierte Instrument zur Steigerung des Absatzes nach der Corona-Pandemie war die Kaufprämie für Neufahrzeuge. Ähnliche positive und wirkungsvolle Anreize wie die der als erfolgreich dargestellten Abwrackprämie sollten damit erreicht werden. 75 Prozent der Befragten sahen den Effekt allerdings nur kurzfristig positiv wirksam. Die angepeilte nachhaltige Wirkung blieb hingegen bei den Vertretern aus. 50 Prozent bewerten das Instrument retrospektiv sogar generell als eher negativ.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass jedes der sieben aufgeführten Instrumente als gegebenenfalls hilfreich eingestuft wurde. Vor allem finanzielle Soforthilfen in Verbindung mit klarer Kommunikation seitens der Politik sowie Verkaufsförderungen ausgehend von den jeweiligen Herstellern werden als sehr hilfreich eingeteilt. Lediglich Kaufprämien und Kreditstundungen sind im Vergleich eher unbeliebte Möglichkeiten.

Neben der zu Beginn schon erkennbaren Bedenken einer branchen- und innerhalb dieser sogar geschäftsbereichsspezifischen Förderung wird durch diese Grafik ein weiterer Hintergrund dieser Sorgen deutlich. Es wird nämlich befürchtet, dass sich Prämien negativ auf das Kaufverhalten der Kunden auswirken und somit maximal eine Verschiebung der Problematik erzielt werden kann, bei Weitem aber nicht die gewünschte Unterstützung für den Handel generell.

Sie benötigen für eine positive Umsatzentwicklung in 2020 Unterstützung bei der Entwicklung einer Strategie oder bei anderen Themen, bei denen wir als studentische Unternehmensberatung Sie unterstützen können?
Melden Sie sich gerne per Mail an hello@cars-ac.de

Vielen Dank für die Teilnahme an der Umfrage!